Realschüler erkunden die Weltstadt London



 Aufregende Tage in London
 

Am vergangenen Wochenende kamen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a von einer erlebnisreichen Studienfahrt aus London zurück.
Fünf Tage lang hatten sie zusammen mit ihren Lehrern Oliver Dowedeit und Gerd Fischer die britische Hauptstadt erkundet.

Nach einem 90-minütigen Flug landeten die Schüler in London – Heathrow. Auffallend waren die starke Polizeipräsenz und die hohen Sicherheitsvorkehrungen im gesamten Flugplatzareal. Zügig brachte die Underground die Gruppe nach Herne Hill, einen Stadtteil im Südosten Londons, wo sie von ihren Gastfamilien herzlich empfangen wurden.
Durch diesen
home stay erhielten sie einen kleinen Einblick in das Familienleben und die englische Lebensweise.
Anstrengend der erste Aufenthaltstag:
Zu Fuß erkundeten die Jugendlichen Westminster und das Regierungsviertel Whitehall, wo seit tausend Jahren die Fäden der Macht zusammenlaufen. Natürlich lauschten sie dem bekannten Glockenschlag von
Big Ben, lernten die jeweiligen Bauwerke in ihrer Bedeutung, in ihren Besonderheiten und Geschichte kennen. Weitere traditionelle Musts an Sehenswürdigkeiten wie Changing the Guard oder der Buckingham Palace standen auf dem Programm, doch auch die Shops in der Oxford-Street oder auf dem Camden-Market hatten auf sie ihre Anziehungskraft.
In den Cabinet War Rooms erlebten sie Geschichte anschaulich vergegenwärtigt. Dieser Bunker unter dem Regierungssitz, heute wieder im Originalzustand, war die Schaltzentrale der Macht während des Zweiten Weltkriegs. Winston Churchill lebte hier und traf mit seinem Kriegskabinett alle Entscheidungen hinsichtlich der Kriegsführung.
Die jungen Besucher waren von der Ausstattung und Enge der Räumlichkeiten sowie dem notwendig disziplinierten Leben unter der Downing Street sehr beeindruckt.
Fortsetzung fand die Begegnung mit der Geschichte in der Erkundung der
HSM Belfast, die unweit der Tower Bridge ankert. Der Kreuzer, 1938 in Dienst gestellt, war nach dem Weltkrieg in Fernost im Einsatz und wurde 1963 außer Dienst gestellt.
Die Schüler konnten auf eigene Faust die sieben Decks des Schiffes durchstreifen: Vom Maschinenraum mit seinem komplizierten Rohrsystem über die engen Mannschaftsräume mit ihren Hängematten und Spinden bis zur Kommandozentrale des Admirals war das gesamte Schiff zugänglich.
Mit einer Barke schipperten die Realschüler die Themse abwärts nach Greenwich. Der Kapitän erklärte sehr unterhaltsam und mit britischem Humor gewürzt die Sehenswürdigkeiten des faszinierenden Stadtpanoramas.
In Greenwich sahen sie den Restaurierungsarbeiten an der
Cutty Sark, dem einst schnellsten Segelklipper des 19. Jahrhunderts, zu. Das Old Royal Observatory, modern mit vielen interaktiven Einrichtungen zum Mittun ausge-stattet, beeindruckte die Jugendlichen. Die Weltzeituhr und der Null-Meridian, von den Briten im 19. Jahrhundert festgelegt, sind Beweise für die einstige Weltmachtstellung Groß-britanniens. Das persönliche Foto auf dem Nullmeridian, mit einem Fuß auf der westlichen und mit dem anderen auf der östlichen Hemisphäre und das bei exakter Weltzeit, hatte einen besonderen Reiz.
Zurück ging es durch den 370 m langen Greenwich Foot Tunnel unter der Themse und mit der Bahn durch die Docklands, die mit faszinierenden Bauwerken ihre Ausstrahlungskraft als europäisches Geschäftszentrum demonstrieren.
Nach so viel Geschichte und dem Besuch weiterer Museen war auch Muse und Entspannung angesagt. So waren für die Jungen und Mädchen der Besuch des Queen-Musicals We will rock you und von Madame Tussaud’s am letzten Aufenthaltstag weitere Highlights ihrer Studienfahrt.
 
Alle Jugendlichen waren von dieser einzigartigen Weltstadt mit ihrem pulsierenden Leben beeindruckt und begeistert, doch keiner von ihnen will das hektische Leben dort gegen Eislingen oder Salach eintauschen.

Quelle: Eislinger Zeitung vom 14. Juli 2007
(Ein Bericht gleichen Inhalts erschien in Salacher Bote am 12.07.07)



    
Bericht der NWZ Göppingen vom 14.07.2007 (PDF-Datei)

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Fotos: Schulleiter Gerd Fischer